Bücher – Goldstrohkönig
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(as of Dec 06, 2025 11:08:23 UTC – Details)
»Ein Kerl mit solchen Schwierigkeiten wie ich … der sollte eine Frau wie dich nicht in Gefahr bringen.«
Die Komtess Florentine führt ein sorgenfreies Leben auf dem älteren Gut, bis eines Tages der Fürst Odenau auftaucht, der Onkel des jungen, frisch gekrönten Königs. Er macht Florentines Eltern ein Angebot, das sie nicht ablehnen können: Der König wünscht, Florentine lernt, da er eine Braut sucht. Noch ist er auf einer Seereise, soll aber in wenigen Tagen eintreffen. Florentine ist entsetzt – einmal, weil ihre Eltern dieses Kennenlernen einfach so über ihren Kopf hinwegstimmen, und dann auch, weil es sie in eine Zwickmühle bringt: Sollte sie den König mögen, er sie aber nicht, dann wäre das eine schrecklich demütigende Situation! Oder wenn er sie zu seiner Braut machen wollte, sie ihn aber schrecklich findet, was soll sie dann tun? Etwa dem König einen Korb geben? Das würden ihre Eltern auf immer ins Unglück stürzen. Und überhaupt! Sollte der König sie ablehnen, wird das ganze Land über sie reden als die verschmähte Heiratskandidatin. Wie auch immer sie es dreht und wendet, es scheint ihre aussichtslos und ein guter Ausgang dieser Sache schnell ausgeschlossen. In ihrem Nicht hat sie niemanden, mit dem sie reden kann, bis sie ausgerechnet in dem hilfsbereiten Stallknecht Marik einen verständnisvollen Freund findet.
***
»Aber warum … also … wenn du doch schreiben und lesen kannst …« Sie wussten nicht, wie sie es sagen sollte.
„Warum ich dann im Stall funktioniert?“ Er lachte leise. »Ich mag Pferde, und die Stelle schien mir geeignet. Es ist ja auch nicht für die Ewigkeit.«
„Ach, du wirst uns wieder verlassen?“ Der Gedanke machte sie ein wenig traurig.
»Ja, irgendwann. Aber heute noch nicht.« Er strich seinem Pferd über den Hals. »Darf ich frage, was Euer anderes Problem ist, das nicht durch ein Buch gelöst werden kann?«
»Fragen darfst du, aber ich kann nichts dazu sagen. Du würdest es ohnehin nicht glauben.« Florentine richtete sich im Sattel auf. »Da vorne müssen wir gleich nach links.«
»Ich würde alles glauben, was Ihr sagt. Weshalb solltet Ihr mich anlügen?« Er klang wirklich interessiert.
»Ich würde nicht lügen, aber gerade deshalb ist die Geschichte einfach … unfassbar. Ich kann selbst nicht glauben, dass so was passiert.« Florentine verspürte den Drang, ihm alles zu erzählen, einfach, weil sie mit jemandem darüber reden wollte, aber das ging nicht, oder? Dass sie einem Stallburschen ihre Sorgen anvertraute?
»Marik … bist du verheiratet? Oder verlobt?« Die Frage kam einfach so aus ihr heraus.
Er sah sie überrascht an, dann lachte er auf. »Ich? Nein, bisher nicht. Warum interessiert Euch das?«
»Es hätte mich nur interessiert, wie du sie kennengelernt und dann entschieden hast, dass es mit dir und ihr passt. Woran erkennt man das?« Sie schämte sich jetzt ein bisschen, ihn überhaupt darauf angesprochen zu haben, aber jetzt war es zu spät.
»Ich weiß nicht. Dabei kann ich wirklich nicht helfen, aber ich denke … vielleicht hat man dieselben Interessen. Mann ergänzt sich? Keine Ahnung. Wollt Ihr etwa heiraten?
»Natürlich nicht.« Sie schaute stur geradeaus.
Vom Verlag

„In diesem Moment befindet sich Seine Majestät auf einer längeren Reise, aber er sollte in den nächsten Tagen zurückkehren.“
„Wie schön für Seine Majestät.“ Florentine versuchte, ein möglichst gleichgültiges Gesicht aufzusetzen. „Ich wünsche ihm eine wunderbare Reise und dass er sich köstlich amüsiert. Inwiefern könnte das mich betreffen?“
„Insofern, als dass der Fürst uns mitgeteilt hat, dass der König dich kennenlernen möchte. Sobald er zurück ist, sind wir eingeladen. An den königlichen Hof.“ Ihre Mutter beobachtete sie aufmerksam, offensichtlich, um ihr Verhalten auf diese Nachricht einzuschätzen, aber Florentine fühlte sich plötzlich wie gelähmt. Da war diese Ahnung, die in ihr hochkam, aber sie drängte sie zurück, und sie wollte auch nichts weiter hören.

„Komtess, wie kann ich Euch helfen?“
Marik stand wie ein Schatten vor ihr, die Kerze brannte hinter ihm, so konnte sie sein Gesicht nicht ansatzweise erkennen und auch nicht darin lesen, was er dachte gern.
„Niemand kann mir helfen. Nur ich mir selbst.“ Sie schluckte.
„Manchmal laufen die Dinge ganz anders, als man erwartet hat“, sagte Marik, und sie fragte sich, was er damit meinte, oder ob er nichts Bestimmtes damit sagen wollte. Vielleicht fühlte er sich auch nur hilflos, weil die Komtess den Tränen nahe vor ihm stand. „Komtess, ich will Euch mitteilen, dass ich dieses Gut verlassen werde. Schon kahl.“

„Aber deine Sicht auf mich hat sich verändert, oder nicht? Es kann nicht dasselbe sein.“
Er sagte es, als hoffte er, dass sie jetzt widersprach.
„Die Frage, ob ich dir vertraue, ob ich mich auf dich verlassen kann, ob ich dich als Mensch mag, nichts davon hat sich verändert. Nur, was dich bedroht, das ist anders. Meine Sorge um dich ist anders“
„Du sollst dir keine Sorgen um mich machen“, sagte er.
„Das ist unmöglich.“ Sie lächelte. „Komplett unmöglich.“

„Da wir bereits Unhöflichkeiten ausgetauscht haben, wage ich es zu sagen: Ihr wärt auf jeden Fall die falsche Braut für den jungen König gewesen.“
Odenau öffnete die Tür und trat hinaus auf den Gang.
„Und diese Braut für den König war Eure Wahl“, gab Florentine zurück und schlüpfte hinterher, wobei sie darauf achtete, die Tür wieder ein wenig zuzuziehen, damit Odenau keinen Blick ins Zimmer werfen konnte. „Vielleicht solltet Ihr an Eurer Menschenkenntnis noch mal arbeiten.“




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Erscheinungsdatum : 12. Okt. 2025
Sprache : Deutsch
Dateigröße : 3,0 MB
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Bildschirmleser : Unterstützt
Verbesserter Schriftsatz : Aktiviert
Röntgen : Nicht aktiviert
Word Wise : Nicht aktiviert
Drucklänge : 451 Seiten
Page Flip : Aktiviert
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